Steht fest, dass dringende betriebliche Erfordernisse vorliegen und kann eine Kündigung auch nicht durch mildere Mittel vermieden werden, stellt sich die Frage, welcher von mehreren vergleichbaren Arbeitnehmern gehen muss.

Nach § 1 Abs. 3 Satz 1 KSchG muss der Arbeitgeber dies im Rahmen einer Sozialauswahl ermitteln. Denn eine an sich begründete Entlassung ist dennoch sozial ungerechtfertigt und damit unwirksam, wenn der Arbeitgeber bei der Auswahl des zu kündigenden Arbeitnehmers folgende Umstände nicht oder nicht ausreichend berücksichtigt hat:

Die Auswahl bezieht sich auf alle vergleichbaren Mitarbeiter, deren Funktion auch von den Arbeitnehmern wahrgenommen werden könnte, deren Arbeitsplatz weggefallen ist (BAG, DB 1985, 2205). Allerdings sind hiervon diejenigen Beschäftigten ausgenommen, die aus den in § 1 Abs. 3 Satz 2 KSchG genannten Gründen für den Betrieb unverzichtbar sind.